Super-Trauti stürmt zu Platz 3 und Sieg in Assen

Assen, Niederlande. Lukas Trautmann, der seine Rookie-Saison in der Superstock 1000 Klasse der Internationalen Deutschen Superbike-Meisterschaft bestreitet, hat ein weiteres, erfolgreiches Rennwochenende absolviert. Der Freudenberg Racing Team Pilot fuhr im niederländischen Assen als Dritter und Sieger über den Zielstrich. In seiner ersten Saison in der großen Klasse liegt er auf dem dritten Gesamtrang.

Trautmann war im Qualifying der Superbike/Superstock Klasse auf den elften Startplatz gestürmt und hatte dabei die Superpole für die ersten drei Startreihen nur knapp verpasst. In 1:38,235 Minuten wurde er Fünfter seiner Unterkategorie.

Im ersten Rennen sah Trautmann schon wie der Sieger aus, als er nach einem technischen Problem mit seinem Motorrad die Führung doch noch abgeben musste, aber den dritten Platz ins Ziel retten konnte. Dabei musste er sich nur dem Meisterschaftsführenden Mathieu Gines und Lokalmatador Danny de Boer geschlagen geben, beide ebenfalls wie Trautmann auf Yamaha YZF-R1M unterwegs.

Im zweiten Rennen dann holte Trautmann aus seiner Yamaha alles heraus und stürmte zum Sieg in der Superstock-Klasse. Im kombinierten Ergebnis mit den Superbikern belegte er sogar den starken sechsten Platz. In der Superstock Gesamtwertung liegt Trautmann auf dem dritten Platz. Der Österreicher aus Salzburg hat 197 Punkte auf dem Konto, die Führung hält Gines mit 268 Zählern, Roman Stamm aus der Schweiz ist mit 244 Punkten Zweiter. Beim Finale in Hockenheim sind im September noch einmal 50 Punkte zu vergeben.

Lukas Trautmann:
„Das erste Rennen war eigentlich auch schon ziemlich gut, ich habe da leider nur zwei Runden vor Schluss einen technischen Defekt am Schaltautomaten gehabt und damit hat das Motorrad kurz Aussetzer gehabt. Dann ist sie vor dem Zielstrich komplett ausgegangen und ich bin von eins auf drei zurückgefallen. Im zweiten Rennen war der Start richtig gut, ich bin auf der ersten Runde schon von elf auf sechs nach vorn gefahren. Die Leistung ist am Stockmotorad etwas eingegangen und dann war Marvin dran – da habe ich gewusst: Jetzt musst du Gas geben, sonst wirst du Zweiter und das willst du nicht. In der letzten Schikane, letzte Runde, habe ich das abgedeckt und es hat funktioniert. Das ganze Team hat wieder einen Super-Job gemacht, alle, die involviert sind. Danke auch an all meine Sponsoren, die das überhaupt alle erst ermöglicht haben. Ich hoffe jetzt nur, dass ich vor Hockenheim mit meinem Moped noch mal fahren kann!“


Team Freudenberg stellt den nächsten deutschen Meister: Jonas Geitner

Assen, Niederlande. Mit einem zweiten Platz beim IDM Moto3 Lauf im niederländischen Assen haben das Team Freudenberg und Jonas Geitner den Meister-Titel 2015 gesichert. Geitner verpasste den Sieg zwar um hauchdünne 0,061 Sekunden an Lokalmatador Ernst Dubbink, doch die Meisterehren sind ihm nicht mehr zu nehmen. In der Standard-Unterkategorie der Moto3-Klasse feierte Tim Georgi den zweiten Platz hinter dem Niederländer Walid Soppe. Teamkollege Matthias Meggle wurde Vierter. Im Yamaha R6-Dunlop-Cup wurde Team Freudenberg-MoBikes Fahrer Lukas Tulovic Zweiter.

Jonas Geitner – Pole Position, Rang zwei – Meister!

Jonas Geitner hat im niederländischen Assen einmal mehr eine Glanzvorstellung abgeliefert, wenngleich der Wernberg-Köblitzer seine weiße Weste in der IDM Moto3-GP 2015 verlor. Geitner war im Qualifying mit knapp sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf Ernst Dubbink auf die Pole Position gefahren.

Im Rennen selbst sah sich Geitner in einen harten Fight mit dem Niederländer verwickelt, den Dubbink am Ende um weniger als eine Zehntel für sich entschied. Nach fünf Saisonsiegen in Folge – Lausitzring, Nürburgring, Hungaroring, beim Grand Prix auf dem Sachsenring und auf dem Schleizer Dreieck – musste sich Geitner in Assen erstmals mit Rang zwei zufrieden geben, allerdings ist ihm der Meister-Titel in der IDM Moto3-GP nicht mehr zu nehmen.

Zwei Läufe stehen noch aus, das bedeutet 50 Punkte, doch Geitner hat jetzt schon 60 Zähler Vorsprung auf Dubbink.

Moto3 Standard: Georgi baut Führung aus

Erst zum zweiten Mal nach dem Nürburgring ging der Sieg in der Moto3-Standard Klasse in diesem Jahr an keinen der beiden Freudenberg-Piloten: Tim Georgi holte auf dem Dutch TT Circuit von Assen den zweiten Platz, Teamkollege Matthias Meggle wurde Vierter. Der Niederländer Walid Soppe feierte seinen zweiten Saisonerfolg.

Dennoch machte sich Freude breit: Georgi sammelte weitere, wichtige 20 Punkte und konnte in der Anfangsphase des Rennens sogar mit seiner Einheits-Honda NSF250R mit den GP-Maschinen von Geitner und Dubbink mithalten. Am Ende hatte er den Klassen-Sieg zum Greifen nahe, verpasste ihn dann aber doch um etwas über einer halbe Sekunde, nachdem ihm auf den letzten Metern der Gang herausgesprungen war und Soppe dies kaltschnäuzig ausnutzte.

Teamkollege Matthias Meggle landete auf dem vierten Platz der Moto3 Standard-Wertung. Der Nachwuchspilot aus Reicholzried sammelte aber auch dafür wichtige 13 Punkte und ist in der Gesamtwertung auf Rang zwei bis auf zwanzig Punkte an Georgi dran.

Yamaha-Cup: Tulovic mit Pole Position und Podest

Lukas Tulovic konnte sich auch beim Assen-Lauf im Yamaha R6-Dunlop-Cup die Pole Position sichern. Der Freudenberg Team Pilot blieb dabei klar vor dem Rest der Cup-Welt.

Im Rennen entbrannte dann ein harter Dreikampf um den Sieg, in dem sich Tulovic mit Manou Antweiler und Maurice Ullrich messen musste. Ullrich schied allerdings sechs Runden vor Schluss aus.

Tulovic brachte den zweiten Platz mit nur 0,2 Sekunden Rückstand auf Antweiler nach Hause. In der Gesamtwertung ist Tulovic mit 77 Punkten Dritter hinter Antweiler (116) und Ullrich (77).

Jonas Geitner:
„Es war dieses Wochenende schon so, dass er [Ernst Dubbink] von Anfang an das Zepter in der Hand hatte. Ich war das erste Mal auf dieser Strecke unterwegs – und erstens ist es seine Heimstrecke und zweitens war er hier auch schon richtig viel testen. Darum haben wir im ersten freien Training um die fünf Sekunden Rückstand gehabt, weil ich noch gar nicht gewusst habe, wo es hier richtig lang geht. Das ging dann aber schnell und im zweiten Qualfiying habe ich mit sieben Zehntel Vorsprung die Pole Position eingefahren. Im Rennen hat er dann seine Erfahrung ausgespielt und hat mir am Heck geklebt. Mitte des Rennens bin ich dann die Zeiten aus dem Qualifying gefahren, weil ich gedacht habe, dass er dann vielleicht nicht dran bleiben kann. Das war dann aber nicht so und er hat mich überholt. Als es dann ans Überrunden ging, ist er minimal besser durchgekommen, als ich, er konnte auf die Gegengerade etwas mehr Schwung als ich mitnehmen. Ich wollte dann noch mal attackieren, aber das wäre Harakiri geworden und ich habe mich für die 20 Punkte und den Meistertitel entschieden. Das Team hat das auch so von mir erwartet, dass der erst einmal sicher ist – aber ein Sieg wäre natürlich schöner gewesen. Trotzdem freuen wir uns jetzt alle über den zweiten Platz und damit den Meister-Titel 2015.“

Tim Georgi:
„Das Wochenende lief einfach perfekt – Freies Training, Qualifying – alles dominiert. Das Motorrad war einfach perfekt, es war super. Im Rennen habe ich einen echt richtig guten Start erwischt und war gleich Dritter. Soppe war die ganze Zeit hinter mir und wir waren mit Geitner und Dubbink eine Gruppe, konnten dort mithalten. Dann aber sind sie etwas davon gefahren und ich hatte einen harten Fight mit Soppe. Mitte des Rennens ist er mir etwas davon gefahren, weil ich einen kleinen Fehler gemacht hatte. Das konnte ich zwar wieder gut machen, aufholen und vorbei gehen  und wusste, wo ich auf der letzten Runde attackieren konnte. Dort habe ich dann auch angesetzt, war neben ihm und wir haben uns auch etwas berührt. Dann ist mir aber leider der Gang raus gesprungen und er konnte außen Kontern. In der Schikane konnte ich nicht mehr vorbeifahren und ich bin Zweiter geworden. Aber ich freue mich über die Punkte, die wir hier mitgenommen haben, wir haben den Vorsprung ausgebaut und ich freue mich schon jetzt auf Oschersleben.“

Matthias Meggle:
„Ich war letzte Woche krank und das hat mir auch am Wochenende noch etwas zu schaffen gemacht. Das habe ich vor allem bei der Konzentration gemerkt. Am Freitag haben wir im ersten Qualifying den Reifensticker vergessen und darum wurde ich um vier Startplätze nach hinten versetzt. Mein Start ins Rennen war nicht besonders gut und bis ich mich an Freitag wieder herangekämpft hatte, war dann nach vorn schon eine relativ große Lücke da. Von der Pace her war es dann zwar ziemlich gut, aber halt nicht mehr wie zu Beginn des Wochenendes. Ich hatte dann noch einen tollen Fight mit zwei Fahrern aus der GP-Klasse, wo ich auch richtig etwas lernen konnte – auf den Geraden sind die mir natürlich davon gefahren und da musste ich in den Kurven wieder ran fahren. Ich bin trotzdem enttäuscht, dass ich es nicht auf das Podest geschafft habe.“

Lukas Tulovic:
„Nachdem ich den Start wieder einmal gewonnen hatte, konnte ich mich wieder nicht von den anderen absetzen. Manou und Maurice haben mich überholt und ich habe mich an die Beiden dran gehängt. Manou konnte sich dann etwas frei fahren, darum musste ich an Maurice vorbei und ihn überholen. Er wollte aber nicht nachgeben und ihm ist das Vorderrad eingeklappt. Ich hatte dann – es waren noch vier Runden übrig – schon 2,7 Sekunden Rückstand auf Antweiler ganz vorn. Ich habe Druck gemacht und bin sogar noch ran gekommen! In der letzten Runde wollte ich in der Schikane noch mal angreifen, habe aber leider einen Fehler gemacht und daher war der Abstand wieder zu große. Aber Platz zwei ist trotzdem sehr gut für mich und in zwei Wochen geht es dann auch schon in Oschersleben weiter.“

 

Comments are closed.