Trautmann: Mit Krücken auf das Podest von Zolder

Zolder, Belgien. Lukas Trautmann vom Freudenberg Racing Team hat bei der zweiten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (Superbike*IDM) im belgischen Zolder das schier Unmögliche geschafft und ist im Rennen der Superstock 1000 Klasse mit der Yamaha R1M auf die Ränge zwei und vier gefahren. Erst vor zwei Wochen hatte sich der Salzburger aus Österreich beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring bei einem Sturz einen Wadenbeinbruch rechts und einen Mittelhandbruch links zugezogen, am Wochenende saß er trotzdem wieder auf seiner Maschine und hatte die über 200 PS unter Kontrolle.

Qualifying. Im Qualifying hatte Trautmann als Zehnter den Einzug in die Superpole knapp verpasst, wurde Vierter der Superstock-Piloten. In 1:37,161 Minuten sollte er aber die vierte Startreihe in beiden Läufen eröffnen. Schon am Samstagabend zeigte sich Trautmann kämpferisch und bestätigte, dass ohne das wechselhafte Wetter mehr drin gewesen wäre.

Erster Lauf. Im ersten Rennen sah Trautmann das Ziel als Zweiter der Superstock-Wertung. Der Freudenberg Racing Team Yamaha YZF-R1M Pilot musste sich dabei nur seinem Markenkollegen Mathieu Gines geschlagen geben. In der Gesamtwertung des Rennens bedeutete es Rang acht.

Am Start war der Österreicher aus Salzburg noch etwas zurückgefallen, doch schon auf den ersten Runden bahnte sich Trautmann wieder seinen Weg nach vorn. Im vierten von 17 Umläufen hatte er dann als Zweiter der STK1000 seine finale Position bezogen.

Trautmann durfte das Podest besteigen, konnte dabei aber nicht auf eine Gehhilfe in Form von Krücken verzichten. Der Applaus aller im Fahrerlager galt dem tapferen 19-Jährigen.

Zweiter Lauf. Im zweiten Rennen des Tages brachte Trautmann den vierten Platz der Superstock-Klasse ins Ziel, wurde im zusammen mit den Superbikes gefahrenen Lauf Gesamt-Zehnter. Am Ende ließ bei ihm dann doch die Kraft etwas nach, dennoch gebührte ihm der Respekt der gesamten IDM-Gemeinde.

Zusatzinformation: Yamaha R6 Dunlop Cup Pilot Lukas Tulovic durfte in Zolder nicht starten, denn in Belgien gilt dafür ein Mindestalter von 15 Jahren. Tulovic ist noch 14 Jahre jung und feiert erst in wenigen Wochen seinen nächsten Geburtstag, kann daher erst am Nürburgring wieder angreifen. Die Klasse Moto3-GP / Moto3-Standard war in Zolder nicht am Start.

Lukas Trautmann – 3. Platz / 4. Platz – Superstock 1000

Am Samstag hat uns das Wetter noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber der zehnte Startplatz war jetzt auch nicht so schlecht. Das erste Rennen war heute dann richtig gut, ich bin ordentlich durch die ersten Kurven gekommen, aber die Hand hat in den Schikanen manchmal nicht so ganz mitgespielt und ich habe mich ab und an verbremst. Nach dem zweiten Rennen war es jetzt noch schlimmer, aber ich bin froh, dass ich alles so über die Bühne bekommen habe und sicher nach Hause gefahren bin. Die Plätze drei und vier mit diesen Verletzungen sind top, das macht Lust auf mehr.

 

 

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