Luca Grünwald überzeugt beim Deutschland Grand Prix

Team Freudenberg mit Top-20-Ergebnis am Sachsenring

 

Hohenstein-Ernstthal, Deutschland. Wie jedes Jahr pilgerten auch 2018 die Zweiradfans am vergangenen Wochenende an den Sachsenring. Wieder mit dabei war auch das Team Freudenberg. Luca Grünwald, der in diesem Jahr in der Supersport 300 WM für das sächsische Team an den Start geht, bekam vom Promoter der MotoGP eine Wildcard ausgesprochen. Eine spezielle Situation, da Grünwald und seine Crew im Vorfeld des Wochenendes nur wenige Testkilometer mit der Moto3-KTM hatten.

Trainings. Somit war das Ziel für die freien Trainings klar. So viel Kilometer abspulen, wie nur irgendwie geht. Luca tat dies mit Bravour und reduzierte Trainingssession für Trainingssession seinen Abstand auf die Weltspitze. Im Qualifying konnte der symphytischen Bayer, der sehr herzlich von den anderen Piloten und den Fans am Ring empfangen wurde, dann sogar einige WM-Piloten hinter sich lassen. Startplatz 26 und nur 1,7 Sekunden Rückstand auf die Pole, sollten es am Ende sein!

Rennen. Vom Start weg konnte Grünwald seine Position behaupten und kämpfte in einer Gruppe mit drei weiteren WM-Piloten. Runde für Runde kam der KTM-Pilot besser zurecht und konnte sich im letzten Drittel des Rennens freifahren. Grünwald fuhr clever und hielt sich aus allen Scharmützeln der Konkurrenz heraus. So konnte er die Lücke zum vor ihm fahrenden auch kontinuierlich schließen. Am Ende konnte er als 20. vor vollen Tribünen das schwarz-weiß karierte Tuch am Sachsenring sehen!

Grünwald war jedoch nicht der einzige Freudenberg-Pilot, den die mehr als 193.000 Zuschauer am Sachsenring zujubeln durften. Max Kappler und Jan-Ole Jähnig gingen im Rahmenprogramm der MotoGP im ADAC NEC SSP 300 Rennen an den Start. Bereits am Samstag verblüfft Jähnig mit einer fabelhaften Zeit von 1:33.49 min die Konkurrenz und machte mit weniger als 5 Sekunden Rückstand auf die Moto3-WM-Klasse auf sich aufmerksam. Und das alles mit dem seriennahen Supersport 300 Motorrad. Mit Platz 1 für Jähnig und Platz 3 für Kappler waren zwei von drei Fahrern der ersten Startreihe vom sächsischen Nachwuchsförderungsteam aus Bischofswerda. Im Rennen kamen beide super aus den Startlöchern. Kappler musste auf Jähnig und einen Konkurrenten über die Distanz etwas abreißen lassen. Jähnig kämpfte bis zum Zielstrich konnte am Ende jedoch nur Platz 2 einfahren. Kappler sicherte Platz 3 und machte das Doppelpodium perfekt.

 

 Carsten Freudenberg (Teamchef):

„Platz 20 und nur ca. 1 Sekunde pro Runde auf die Spitze einzubüßen, das kann sich wirklich sehen lasse. Luca und unsere gesamte Technik-Crew haben wieder sehr konzentriert gearbeitet, auch der Support von KTM war erstklassig! Wenn man Luca dann noch zugutehält, dass er sonst ein ganz anderes Bike, mit anderen Reifen und in einer anderen Meisterschaft bewegt, dazu die wenigen Testkilometer auf einer Moto3 Maschine, ist die Leistung aller Ehren wert! Wir bekamen auch viel Anerkennung im Fahrerlager und von den Zuschauern am Sachsenring! Die vollen Tribünen [über 193.000 Zuschauer über das Wochenende] und das große Interesse der Medien, die sogar in der Startaufstellung Interviews mit Luca gemacht haben, ist großartig! Wir hoffen, dass wir auch 2019 wieder hier zu Gast am Sachsenring sein dürfen.

Auch unsere beiden 300er Supersport WM Piloten Jan-Ole Jähnig und Max Kappler waren am Sachsenring live dabei. Im Vordergrund stand, weitere Informationen und Daten zu sammeln. Wir konnten auch am Sachsenring wieder wertvolle Erkenntnisse für die letzten beiden WM-Läufe sammeln. Jan-Ole hat das freie Training und die beiden Qualifyings sensationell dominiert. Im Q2 ist Jan-Ole mit 1.33.49 min eine top Rundenzeit gelungen, was ihm die Pole sicherte. Max war auch solide unterwegs und stellte seine KTM mit P3 in die erste Startreihe.

In Zukunft müssen wir die Trainingsdominanz von Jan-Ole auch im Rennen besser umsetzen. Hier muss unser Youngster die Rennen noch etwas strategischer angehen, wobei er sicher auch aus diesem Rennen viel gelernt hat!“

 Luca Grünwald (Nr. 43, Team Freudenberg, Moto3 WM)

„Unser Ziel haben wir erreicht [Top-20], wenn es auch ein schwieriges und langes Rennen war. Unser Bike ist super gewesen, wenn wir auch nicht die gleiche Technik zur Verfügung haben, wie die WM-Teams. Dennoch konnte ich im Rennen in meiner Gruppe gut mitfahren und um die Plätze kämpfen. Zu Ende konnte ich mich dann sogar etwas freifahren und den Abstand zum vor mir fahrenden [Foggia, Junior-Weltmeister 2017] schließen. Es war ein tolles Wochenende und für mich als Rennfahrer natürlich immer eine tolle Geschichte, wenn man sich mit der WM-Elite messen kann! Vielen Dank an mein Team und alle Unterstützer, die mir diese Chance gegeben haben. Vielen Dank!“

Vielen Dank an unsere Partner für die Unterstützung bei diesem Projekt:

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