Luca Grünwald Platz 2 in der WM-Gesamtwertung

Team Freudenberg mit starken Auftritt in Imola

Imola, Italien. Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari stand am vergangenen Wochenende als dritte Station der World-Supersport-300-Weltmeisterschaft für die Piloten vom Team Freudenberg auf dem Plan. Nach dem Sieg in Assen durch Luca Grünwald und dem IDM-Ausflug von Max Kappler und Jan-Ole Jähnig ging es nun auf die Traditionsrennstrecke im Norden Italiens. Die 17 Kurven auf 4,9 Kilometern Länge sind nicht das einzige Neue für die drei KTM-Piloten. Nach den KTM-Erfolgen der ersten beiden Saisonstationen bekamen alle KTM-Piloten ein neues Drehzahllimit durch die Offiziellen verordnet.

Training und Superpole. Daher musste die Crew des sächsischen Teams mit ihren Piloten zuerst das richtige Setup für die neuen Bedingungen finden. Am Ende waren alle drei Piloten in den Top 20 qualifiziert und nach ein paar technischen Änderungen am Freitagabend waren alle guter Dinge für die Superpole-Sessions am Samstag. In der ersten Session sollte dann der Youngster im Team – Jan-Ole Jähnig –  für eine Überraschung sorgen. Nachdem Kappler und Grünwald mit nur wenigen Zehntel den Einzug in die Superpole 2 verpassten, stand Jähnig am Ende auf Platz 1 des ersten Durchlaufs und qualifizierte sich direkt für die Superpole 2. Damit nicht genug! In der zweiten Runde ging es für Jähnig dann auf der Strecke bis auf Platz 7 nach vorn. Nach den Superpole-Sitzungen sprachen dann noch die Verantwortlichen einige Strafen für gefährliche Fahrweisen einiger Konkurrenten aus, so dass der 16-Jährige aus der Startreihe 1 von Platz 3 ins Rennen gehen durfte. Grünwald und Kappler qualifizierten sich mit Platz 15 und Platz 17 unter den Top 20.

 Rennen. Für das Rennen war damit alles möglich. Vom Start weg machten die Freudenberg-Piloten klar, dass sie in den Top 10 ankommen wollen. Jähnig setzt sich von seiner Startposition direkt in der Spitzengruppe fest. Grünwald war bereits nach wenigen Kurven in den Top 10 angekommen. Kappler kämpfte unterdessen um Platz 15 und arbeitet sich kontinuierlich nach vorn. Kurz nach Rennmitte muss Kappler jedoch auf Platz 12 liegend zu Boden. In einer Kettenreaktion krachte ein Konkurrent ins Heck von Kapplers KTM und räumte ihn leider mit ab. Sehr bedauerlich für den Sachsen, denn Top 10 wäre heute auf jeden Fall drin gewesen. Jähnig und Grünwald kämpften unterdessen bis in die letzte Kurve um die Plätze 2 bis 8. Am Ende konnte Grünwald einen hervorragenden 4. Platz feiern. Die Überraschung des Wochenendes war jedoch Jan-Ole Jähnig. Nicht nur das er aus der ersten Startreihe ins Rennen ging, auch Platz 6 im Rennen in dieser hart umkämpften Klasse zeigt welches Talent in dem 16-Jährigen steckt.

Die Mannschaft um Carsten Freudenberg reist damit als Zweiter der Team- und Fahrerwertung weiter zum nächsten Lauf nach Donington Park, England, wo am letzten Mai-Wochenende erneut um WM-Punkte gekämpft werden wird.

 

Carsten Freudenberg (Teamchef):

„Imola ist eine wirklich faszinierende Rennstrecke, auch die vielen Fans rund um den Kurs waren ein großartiges Gefühl. Ich denke das es pro Tag um die 30.000 Zuschauer waren, die auf den Tribünen saßen. Wir hatten perfekte Bedingungen um die 28 Grad und Sonnenschein. Besser geht es nicht.

Im Hinblick auf die Ergebnisse freut es mich besonders, dass sich unser Youngster so gut in Szene setzen konnte. Er hat uns alle überrascht. Ich freue mich sehr für Jan-Ole!

Aber auch die anderen beiden Jungs haben hart gekämpft. Max hatte heute viel Vertrauen zum Bike und war gut dabei. Dass du von einem Kontrahenten mal übersehen wirst, ist leider in dieser kampfbetonten Klasse immer mal wieder der Fall. Es war klar, dass es auch irgendwann uns treffen wird. Schade für Max, der heute absolut das Zeug zu einem Top-10-Ergebnis beieinanderhatte.

Luca ist heute sehr überlegt und kontrolliert gefahren. Er hat versucht, sich aus allen kritischen Zweikämpfen rauszuhalten und hat am Ende nach einigen Stürzen um ihn herum auch nicht die Brechstange ausgepackt und verdient den Platz 4 nach Hause gefahren.

Dass ich heute hier nach drei von acht WM-Läufen sagen kann, dass wir in der Teamwertung und der Fahrerwertung auf Platz 2 der WM liegen, ist der Wahnsinn. Das war nicht zu erwarten und macht mich stolz auf meine Crew, unsere Partner und Sponsoren, die die Basis dafür legen, und unsere drei Piloten, die jedes Wochenende alles geben um das Projekt weiterzuentwickeln. Vielen Dank an alle!

Für uns ist nun erst einmal ein Wochenende Pause bevor wir kommende Woche nach England zum vierten WM-Event in Donington aufbrechen.“

 

Max Kappler (Nr. 97, Freudenberg KTM WorldSSP Team):

„Sehr schade, aber so eine Kettenreaktion gehört leider auch zum Racing. Ich wollte dem vor mir gestürzten Fahrer ausweichen, als mir ein anderer Pilot ins Heck fuhr. Bis zu dem Zeitpunkt war ich bereits auf Platz 12 angekommen und hatte den Speed, um ein Top-10-Ergebnis einzufahren. Trotzdem bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Wir konnten das Bike erneut ein Stück verbessern und ich fühle mich immer wohler auf der KTM. In England bauen wir darauf auf und greifen wieder an.“

Jan-Ole Jähnig (Nr. 41, Freudenberg KTM Junior Team):

„Ein unglaubliches Wochenende. Ich habe mich vom Freitag an super wohlgefühlt. Was dann in der Superpole 1 am Samstag auch perfekt zusammenlief, so dass ich auch in der Superpole 2 fahren durfte. Platz 7 war dann schon ein absolutes Highlight. Als dann noch die Strafen ausgesprochen wurden und ich für Sonntag auf Platz 3 qualifiziert war, war das schier unglaublich. Im Rennen bin ich dann super zurechtgekommen. Teilweise konnte ich auch bisschen allein ohne Angriffe der Gegner fahren. Ab Rennmitte ging dann das Chaos [lacht] wieder los. Mit Platz 6 bin ich super zufrieden. So kann es gern weitergehen!“

Luca Grünwald (Nr. 43, Freudenberg KTM WorldSSP Team)

„Ein gutes Wochenende für mich. Podium wäre sicher sehr schön gewesen, trotzdem bin ich super zufrieden mit dem vierten Platz. Das Rennen war für mich kein leichtes. Nachdem wir uns am Samstag nur für Platz 15 qualifizieren konnten, musste ich anfangs erstmal meinen Weg nach vorn finden. Zum Ende war ich dann in der Spitzengruppe dabei, musste mich durch einen kleinen Fehler in den letzten beiden Runden nochmals behaupten. Wir sind dann zu dritt in die letzte Kurve eingebogen, wo ich dann das Bike auch nicht mehr wegwerfen wollte. Am Ende passt das Ergebnis für mich und nun schau ich nach England.“

Vielen Dank an unsere Partner für die Unterstützung bei diesem Projekt:

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